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4. Juli 2015 / denkendermensch

Warum die Mittelmeerrettung nicht funktioniert

Immer mehr Schiffe verunfallen im Mittelmeer, immer mehr Menschen geraten in Seenot und immer mehr Menschen sterben. Europa versucht immer mehr immer näher von Afrika die Menschen in Seenot zu retten und doch scheint das ganze nicht zu funktionieren. Der Grund dafür liegt in der mangelnden Umsetzung des Bergretterprinzips.

Das Bergretterprinzip ist der übliche Ablauf wie eine Bergrettung, wie eigentlich jede Rettung erfolgen soll. Der alleinige Sinn einer solchen Übung ist ja schlussendlich das Retten von Menschenleben. Zunächst muss überhaupt einmal jemand in den Bergen verunfallen, damit überhaupt ein Rettungsfall vorliegt. Dann kommt die Bergrettung meist per Helikopter angeflogen und holt den Verunfallten aus den Bergen und bringt ihn zur nächsten Basis. Hilfe, welche noch aus dem Helikopter gegeben werden kann, wird dann in der Basis gegeben. Am Ende ist das Menschenleben gerettet und es sind Kosten angefallen. Im üblichen Fall wird das Störerprinzip angewendet, um die Kosten dem Kostenverursacher aufzuerlegen.

Das bedeutet, primär werden die Kosten dem Verhaltensstörer auferlegt, also der Person, die verunfallt ist und mit ihrem Unfall die Rettung begründet hat. Dieser hat oftmals eine Versicherung und dementsprechend zahlt diese dann anstelle des Verunfallten. Alternativ könnte auch der Zweckveranlasser, also diese Person, welche die Störung oder den Unfall durch ihr Verhalten in kauf genommen hat, respektive mitverursacht hat, zur Zahlung verpflichtet werden. Wenn also der Verunfallte selber den Unfall kaum verschuldet hat, aber ein Dritter ihm beispielsweise mangelhafte Ausrüstung gegeben hat, so dass aufgrund dieser mangelhaften Ausrüstung der Unfall passiert ist, dann haftet der Dritte für die Kosten. Eventuell könnt auch noch der Zustandsstörer in Frage kommen, also der Grundeigentümer, dem verhaltensunabhängig die Kosten für Störungen auf seinem Grund zugerechnet werden können. Dieser spielt hier keine Rolle, insofern mangelhafte Fahrzeuge mit dem Zweckveranlasser abgewickelt werden können. Aber um festzuhalten, die Kosten trägt mindestens mittelbar immer jemand, der sich durch sein Verhalten verursacht hat.

Um jetzt auf die Mängel in der Mittelmeerrettung zu kommen, so lassen sich da insgesamt drei Abweichungen zum Bergretterprinzip feststellen.

Zunächst wird der Gerettete nicht zur nächsten Basis gebracht. Also nach der Rettung wird der Gerettete erst noch quer über das Meer gefahren. Das wäre wie, wenn in den Walliser Bergen jemand verunfallt, dieser aber nicht lokal beispielsweise nach Visp, sondern beispielsweise nach Basel oder Schaffhausen geflogen wird. Hinzukommt, dann noch die Motivation, dass wenn man gerettet wird, man einfach so Geld in die Finger gedrückt bekommt. Ich meine, wenn ich vom Wallis in die Nordschweiz weggeflogen werden möchte und dafür sogar noch Geld bekomme, dann wäre es doch die klügste Variante in den Bergen einen Unfall vorzutäuschen, respektive einen Unfall zu begehen, damit ich gerettet werde, also weggeflogen werde und ich dann auch noch das Geld bekomme. In dem Gesichtspunkt scheint die Zunahme an Menschen in Seenot nur logisch. Und wenn immer mehr Menschen sich in Gefahr bringen, so kann es halt auch passieren, dass einige nicht mehr gerettet werden können und sterben.

Zu diesen beiden Aspekten kommt dann noch die Kostenfrage. Die Kosten an den Rettungen trägt eben nicht der Verursacher, sondern meist der Staat oder dessen Küstenwache, also der Retter selber. Das macht es nur noch lukrativer sich retten zu lassen.

Schlussendlich führt dies zu den Konsequenzen, die daraus gezogen werden sollten. Menschen in Seenot sollten immer an die nächste Küste gefahren werden, und wenn die Rettung vor Afrika stattfindet, ist dies Afrika. Dann müssen die finanziellen Anreize beseitigt werden. Also sowohl das angeblich versprochene Geld in Europa wie auch die Befreiung von den Kosten müssen beendet werden. Die Kosten sollen die Geretteten als Zustandsstörer oder die Schlepper als Zweckveranlasser tragen. Insofern Schlepper erwischt werden, sollten sie primär die Kosten tragen, schliesslich sind es ja meistens die Schlepper, welche den Menschen eine schlechte Ausrüstung ua. ein schlechtes Boot zur Verfügung stellen, welches dann eben in Seenot gerät.

Erst jetzt und nur jetzt stellt sich die Frage nach den Flüchtlingen. Erst nach der Rettung vor Afrika und dem Transport zur nahen Küste Afrikas sollte an Land geschaut werden, ob es unter den Geretteten echte Flüchtlinge gibt, die weitere Flüchtlingshilfe benötigen. Nur solchen kann man, respektive sollte man, weitere Hilfe geben. Allen anderen sollte man konsequenterweise die Kosten für die Rettung auferlegen. Nur so kann man unechte Flüchtlinge davon abhalten sich wieder oder überhaupt in Seenot zu begeben. Und so kann man dann auch Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer retten, denn es gibt keine bessere Rettung, als die Verhinderung der Selbstgefährdung respektive der Selbstschädigung.

So aber jetzt die restliche westliche Verantwortung zu ignorieren ist definitiv auch falsch. Diese Verantwortung muss verpflichtend nach dem Störerprinzip wahrgenommen werden. Also die Staaten, welche in ihren ehemaligen Kolonien Schäden verursacht haben, sollen für diese Schäden an die örtliche Bevölkerung Schadenersatz leisten. Rohstoffunternehmen, welche Afrika noch heute plündern, sollten aber bevorzugt zur Kasse gebeten werden. Ebenfalls sollten sämtliche Staaten zu den Kosten verpflichtet werden, welche an den Bürgerkriegen mitverantwortlich sind. Also entweder die ehemaligen Kolonisten, Staaten aus Afrika selber oder sämtliche Waffenhändler, die beide Konfliktparteien durch Waffenlieferungen unterstützen. Unvergessen bleiben natürlich westliche Geheimdienste, welche wie im Nahen Osten Konflikte schüren respektive verursachen. Auch deren Herkunftsstaaten sollten in die Verantwortung gebracht werden.

Nur eine Kostenüberwälzung an diejenigen, welche schuldhaft profitieren, kann diese daran hindern weiteren Schäden anzurichten.

F.J.D.

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8. Mai 2015 / denkendermensch

Wenn ein Gedanke die Welt Verändert

Was ist, wenn ein Gedanke, eine Vorstellung, eine Idee die Welt verändern könnte. Wenn dieser Gedanke die Welt zu einem bessern Ort machen könnte. Was ist es, dass dieser Gedanke braucht, um die Welt tatsächlich zu verändern? Ist es Mut? Ist es ein Plan? Ist es eine Masse?

Ist es nicht eher der Gedanken selber. Ist es nicht dieser Gedanke selbst, der die Welt verändert? Ist es nicht dieser Gedanke der sich verbreitet und die Masse in Bewegung setzt? Ist es nicht dieser Gedanke, der sich zum Selbstläufer entwickelt und ohne Plan zur Veränderung führt. Es ist der Gedanke selber, der in vielen mutigen Köpfen Einlass erlangen hat, welche die Veränderung herbeiführt.

Ein Gedanke, der die Welt verändern kann, ist ein besonderer Gedanke. Er beinhaltet ein höheres Ziel, woraus sich einen Weg ableiten lässt. Er ist fähig Massen zu animieren, Motivation zu spenden und Mut zu wecken. Ein solcher Gedanke kann Berge versetzen, Städte niederreissen und Kriege auslösen. Er kann aber auch den Frieden bringen, Mauern einreissen eine Revolution auslösen. Die Macht, die ein solcher Gedanken haben kann, ist unbeschreiblich und unkontrollierbar. Und das führt zu einer einfachen Konsequenz. Dieser Gedanke muss einen positiven Inhalt haben, der Menschheit helfen und die Völker vereinen.

Schon immer war die Politik darauf aus die Menschen zu spalten. Die Menschen davon abzuhalten miteinander etwas Besseres aufbauen. Stets wurde ein Keil in die Menge geschlagen, denn solange die Menge sich gegenseitig bekämpft, werden die Inhaber der Macht in Ruhe gelassen. Solange der Mensch ein Feindbild hat, dass an allem Schuld ist, erkennt er den wahren Schuldigen nicht.

Ein einziger Gedanke könnte zerstrittene Völker einen, könnte sie stärker machen und könnte sie von den Fesseln der Macht befreien.

Einige sagen ein Glaube könnte Völker vereinen. In einer gewissen Hinsicht mag diese stimmen, aber in einer anderen Hinsicht nicht, denn der Glaube war schon immer ein Instrument zur Separation von anders Gläubigen, mit der Besonderheit der göttlichen Legitimation.

Ein Gedanke, der die Welt verändern kann, muss frei von religiösen Dogmen, frei von sämtlichen Dogmen sein. Nur ein Gedanke, der den Zweck der Vereinigung der Menschheit, des Friedens und somit auch der Freiheit des Individuums hat, kann die Menschheit von ihren Ketten befreien und die Welt verbessern.

Es stellt sich nun aber unweigerliche die Frage nach dem Aufbau dieses Gedankens. Wie komplex oder wie einfach muss der sein? Aus welchen Worten soll er geformt sein und wie soll er geformt sein um seinen Zweck, für Veränderungen zu sorgen, erfüllen zu können. Was braucht es um die Menschen damit zu motivieren, zu ermutigen, sie in Bewegung zu setzen? Was braucht ein Mensch, welche Bedürfnisse hat der Mensch, die geweckt werden sollen, die angeregt werden sollen, die den Menschen zur Handlung bringen?

Religionen propagieren immer Frieden und Nächstenliebe. Es ist ja eigentlich genau das was erreicht werden soll, wozu die Menschen motiviert werden sollen. Nur eben ist dies genau im Widerspruch zur materialistischen Lebensweise. Dies und nur dies wird wohl der Grund sein, warum die Religion, als Instrument der Macht mehr und mehr ausgedient hat. Das ganze kapitalistische System, also das System des herrschenden Kapitals, ist wesentlich einfacher um die Leute bei Laune zu halten. Die meisten Menschen können sich nicht mehr Selbstversorgen und das ganze System der Abhängigkeit kann so wunderbar funktionieren. Religionen, die den Menschen früher in einer ähnlich dogmatischen Weise beschränkten, haben mindestens im Westen ausgedient. Vielleicht kann auch das der Grund sein, warum die Menschen am System zugrunde gehen, weil sie den Weg über Gott nicht mehr haben, um das Ganze Leid, die Ungerechtigkeit irgendwie zu ertragen.

Und wohl genau darin wird wohl der Erfolg des Glaubens liegen. Er hat auch positive Effekte auf den Menschen, er kann dem Menschen helfen, unterstützen, ermutigen.

Das, was die Menschen heute brauchen könnten, ist eben ein dogmatisch freier Gedanke, der aber die gleiche Funktion einnehmen soll wie sie positiven Funktionen von Religionen. Die Menschen vereinen, sie führen, sie leiten, sie unterstützen, den Frieden bringen, die Freiheit bringen. Was es aber braucht, ist ein Ausschluss von der missbräuchlichen Verwendung, von der dogmatischen Beschränkung oder von irgendwelchen Zwängen.

F.J.D.

5. Dezember 2014 / denkendermensch

Wahnsinn des modernen heidnischen Lichtfests

Weihnachten hat nachweislich nichts mit der Geburt Jesus zu tun. Vielmehr wurde sein Geburtsfest mit dem heidnischen Lichterfest zur Wintersonnenwende gleichgesetzt. Vermutlich sollten die Heiden so auch festlich ins Christentum einbezogen werden. Daraus haben sich dementsprechend auch die Bräuche entwickelt, also beispielsweise, die beleuchtete Tanne.

Das Fest hat also definitiv nichts mit einer anerkannten Religion zu tun. Und obwohl sich viele dies bewusst sind, feiern sie trotzdem. Dies eben vielleicht, weil es oftmals als das Fest der Liebe bezeichnet wird. Ein Fest, an dem die Liebe zu den Menschen in den Vordergrund geschoben wurde, das ist doch eine gute Sache. Man wird offener und grosszügig gegenüber Armen oder sozial tätigen Organisationen. Es ist also doch eine gute Sache. Nur blöd, dass die Weihnachtszeit nur während eines Monats im Jahr stattfindet. Also die Grosszügigkeit und Offenheit für die Ärmsten Menschen der Gesellschaft beschränkt sich oftmals lediglich auf diese Zeit im Jahr. Dementsprechend mangelt es für den Rest des Jahres an der Grosszügigkeit gegenüber den bedürftigen Menschen.

Eine andere wesentliche Ausprägung die Weihnachten mit sich bringt, ist das Beisammensein mit Familien und Freunden. Oftmals ist dies auch die einzige Chance im Jahr wirklich in der Familie zusammen zu sein, sich auszutauschen und die Neuigkeiten zu verbreiten. Es ist ein Fest also feiert man zusammen, geniesst die Zeit und das Beisammensein.

Es stellt sich aber die klare Frage warum macht man dies nur einmal im Jahr? Bedürftige Menschen sind das ganze Jahr bedürftig. Die familiären Beziehungen gehören das ganze Jahr gepflegt. Liegt es vielleicht daran, dass Weihnachten im dem Sinn eine Chance bietet, das zu machen, was richtig ist? Es stellt sich dann aber die Frage, warum man dies nicht während des ganzen Jahres macht. Sich und seine Mitmenschen gegenseitig zu lieben, das ist doch was Schönes. Es ist eine positive Alternative zu dem oftmals trüben Alltag. Aber warum ändern wir dann nicht unseren Alltag, um über das ganze Jahr unseren Mitmenschen zu helfen und über das ganze Jahr mit der Familie zusammen zu sein?
Hat der Mensch keine Zeit, weil er sein Leben verplant hat und sich keine Lücke öffnen lässt? Oder traut sich der Mensch nur einmal im Jahr, wenn es alle anderen auch tun, sich endlich seiner Verantwortung bewusst zu werden? Ist es eine gesellschaftliche Krankheit, dass man wegen Beruf, Hobby und Haushalt während des ganzen Jahres nur einmal Zeit für die Mitmenschen findet?

Müsste man vielleicht dem Weihnachtsfest sogar seine Liebe absprechen, weil es eben dafür sorgt, dass sich diese nur einmal im Jahr kanalisiert äussert, statt während des ganzen Jahres immer wieder auszufliessen? Es ist aber durchaus auch möglich, dass dies eben auch der letzte Ausweg aus dem gewöhnlichen Alltag ist, für den man sich verschrieben hat. Sozusagen als eine Tabuzeit für den Arbeitgeber, welcher seiner Arbeiter am liebsten auch zu dieser Zeit ausbeuten würde. Vielleicht bietet diese Zeit dem Menschen eben auch die Chance, sich selbst zu sein und sich zu erholen und sich seiner Verantwortung wenigstens ein wenig bewusst zu werden. Würde sich die Gesellschaft ändern und sich über das ganze Jahr für die Mitmenschen einsetzen, dann könnte man durchaus von einer wirklichen gesellschaftlichen Verbesserung sprechen. Ein wenig Nächstenliebe im Jahr würde dem trist grauen, stressigen Alltag um einiges verschönern.

Aber das Weihnachtsfest hat noch andere weitere Aspekte, die einem dann doch an der rationalen Vernunft der Menschen zweifeln lässt.

Zunächst kommt die Geschenke Besessenheit. Viele verschiedene Gegenstände von verschiedenem Wert müssen gekauft werden, müssen verpackt werden, müssen verschenkt werden und müssen dann dem Beschenkten gefallen, um diesem die eigene Liebe mitzuteilen. Da soll mal jemand sagen, dass Liebe eben nicht käuflich ist. Natürlich ist sie das nicht, aber diese Besessenheit anderen materielle die Liebe zu kaufen ist gesellschaftlich stark verwurzelt. Vor allem geht hier die Entwicklung in die Richtung, dass es immer teurer und ausgefallener werden soll. Der Wahnsinn scheint keine Grenzen zu haben. Und die Industrien stehen mit dicken Dollarzeichen in den Augen da. Sie sehen den gesellschaftlichen Konsumwahn und möchten die Kunden ihn ihrem Weihnachtswahn noch weiter melken. Das Weihnachtsgeschäft ist ja heute teilweise existenziell wichtig, nur damit kann in der Jahresrechnung überhaupt noch Gewinn erzielt werden. Die ganzen Verkaufsgeschäfte richten sich im Jahr nur noch aufs Weihnachtsgeschäft aus (Das stimmt nicht ganze bereits an Ostern baut sich ein genauso verrückter Verkaufswahn auf.). Dementsprechend liess sich die Entwicklung feststellen, dass der Weihnachtsverkauf immer früher begonnen wurde, damit der Mensch bereits weit vor Weihnachten in dem Weihnachtswahn verfällt und bereits weit von Weihnachten in Kaufrausch verfällt.
Der Wahnsinn unserer kranken Konsumgesellschaft ist zu keiner anderen Zeit im Jahr dermassen ausgeprägt. Denn oftmals ist eben gerade dieses Fest der Grund, warum man diesem Wahn auch verfällt. Dazu kommt dann auch der ganze Wahn nach der Dekoration. Dass man dekoriert ist jedem Menschen selber überlassen. Primär ist dem auch nichts auszusetzen. Aber sekundär kommt halt auch die Weihnachtsbeleuchtung hinzu.

Viele Menschen predigen, Energie zu sparen. Viele sind unter anderem gegen Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke und anderen dreckigen Energieproduktionen und das mehr als begründet. Wenn man aber weniger Kraftwerke will/hat, kann man auch nur noch weniger Energie brauchen, respektive nutzen. Dies scheinen aber die wenigsten Leute wirklich zu verstehen. So ist vor allem die grüne Politik darauf ausgelegt, möglichst jede Energieproduktion abzuschalten, weil diese die Umwelt gefährdet. Dabei beachten sie aber nicht, dass es somit zu einem Energiemangel kommt, weil die wenigsten dazu bereit sind, ihren Energieverbrauch derart stark zu reduzieren. Und selbst wenn der Energieverbrauch reduziert werden würde, so würde das zugleich erfolgende Bevölkerungswachstum mehr Energie benötigen, als dass bisher eingespart wurde. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Energieverbrauch nur in den seltensten Fällen tatsächlich reduziert wird und wenn, dann oftmals nur in unwesentlichen Mengen.

Aber faktisch gibt es eben gerade zur Weihnachtszeit viele unnötige Lichtdekorationen, die unnötig viele Energie zusätzlich verschwenden. Viele Menschen scheint es egal zu sein, dass sie mit ihren Lichtern noch mehr Energie verbrauchen. Problematisch ist da vor allem die Kumulation mit dem bereits erhöhten Energieverbrauch durch gewöhnliches Licht während der dunkleren Jahreszeit und der intensiven Nutzung der Heizung während der kälteren Jahreszeit. In dem Kontext spielen auch die Schaufenster von Läden oder die Weihnachtsbeleuchtung auf der Strasse eine grosse Rolle, denn dadurch werden grössere Mengen Energie tatsächlich verschwendet. Die Strassenlampen brennen so oder so, also gibt es keinen Grund für die weitere Nutzung von Energie, für unnötige weitere Lichterzeugung, denn mehr Licht, also eine wesentlich grössere Helligkeit, wird nicht erreicht. Relevant dabei ist aber auch die völlig ineffiziente Erzeugung von Licht, denn statt einer starken effizienten Lampe, werden Tausende ineffiziente Lampen genutzt. Aber gerade hier mit diesem Energieverschwendungspotential, müsste die Energieverschwendung angepackt werden, denn es gibt wohl kaum offensichtlichere Phänomene.

Hinzu kommt dann natürlich auch das Weihnachtsessen. Die meisten Menschen, deren Gewicht nicht unabhängig von der Nahrungsmenge konstant bleibt, nehmen über Weihnachten zu. Es wird also mehr gegessen also sonst. Zum einen kommen die reichhaltige Nahrung und dann aber auch die vielen Süssigkeiten respektive Gebäcke. Nur an Nahrung wird also um einiger verzehrt. So wird oftmals auch für die Armen ein Festmahl aufgetischt. Dies lässt zwei verschiedene Vermutungen zu. Entweder wird viel vorproduziert, damit man die Menge bewerkstelligen kann (so wie es auch an Ostern mit der Eierproduktion gemacht wird), oder die Menge könnte auch normal über das Jahr produziert werden, was aber, jedenfalls lokal, keine Abnehmer findet.

Geht man vor der ersten Vermutung aus, dann ist dies genau wie mit all den Geschäften die weihnachtsorientiert handeln. So wird auch in diese Sinne auch dem Konsumwahn gefolgt und einfach unnötig mehr konsumiert als notwendig wäre. Würde man, statt diesen Mehrkonsum aufzusparen, diesen an die Hungernden geben so könnte man den weltweiten Hunger verringern.

Geht man hingegen von der zweiten Vermutung aus, so hätte man über das Jahr ein grösseres Produktionspotential als tatsächliche produziert wird. Wenn man aber dieses Produktionspotential zusätzlich mit all den guten und dennoch weggeworfenen Waren aufsummiert so, würde dies die Theorie bestätigen, dass nur das Wirtschaftssystem für den Hunger auf der Welt schuld ist, weil eben die Möglichkeit bestehen würde, die gesamte oder jedenfalls grössere Teile der Welt zu ernähren. Das einzige Gegenargument dagegen ist ja eben einfach der wirtschaftliche Gewinn, welcher auf den Hunger angewiesen ist.

Egal, von welcher Vermutung man ausgeht, statt sich einfach einmal Gewicht anzufressen, worüber man sich später sowieso aufregt, würde es mehr Sinn machen auf diesen Mehrkonsum zu verzichten. Im besten Fall sollte der unausgeschöpfte Konsum denen die nichts haben zur Verfügung gestellt werden. Uns schadet es nicht, anderen hilft es.

 

F.J.D.

31. Oktober 2014 / denkendermensch

Wer ist hier der Idiot?

Über die Politik lässt sich gerne schimpfen. Sie ist unfähig, sie macht immer das Falsche, sie ist nicht fähig die Probleme wirklich zu lösen und viele andere Aussagen werden immer wieder gemacht. Politiker werden oftmals als unfähige Idioten bezeichnet. Politiker machen viele Versprechen, die dann aus eigener Idiotie nicht eingehalten werden. Die Politik macht den dümmsten Mist, welchen kein vernünftiger Mensch wollen kann.

Sind Politiker also Idioten?

Man überlege sich, was wollen Politiker? Sie wollen die Wiederwahl, dementsprechend handeln sie oftmals auch in politischen Zyklen. Direkt nach der Wiederwahl machen sie das in der Bevölkerung Unliebsamste und vor den Neuwahlen versuchen sie möglichst bevölkerungskonform zu handeln. Denn wenn der Wähler das Negative vergessen hat und zugleich das Positive erkennt hat, dann könnte durchaus der Gedanke kommen, dass dieser Politiker gut war und dementsprechend wieder gewählt wird. Ebenfalls machen sie grosse Versprechen, respektive Lügen, um die Wählerstimmen zu ergattern. Woher erkennt man, ob jemand lügt oder nicht? Dies lässt nur schwer feststellen. Dementsprechend muss der Wähler selber die Aussagen werten. Ich würde behaupten, dass je genereller die Aussagen sind, dass desto grössere Vorsicht geboten ist. Konkrete Aussagen und Versprechen lassen sich überprüfen, da kann man sagen, ob wirklich etwas gemacht wurde oder nicht. Bei generellen Aussagen weiss man nicht, woran man ist. Aber die Relevanz bezüglich der Versprechen ist relativ gering. Das Volk lässt sich von nicht eingehaltenen Versprechen nicht beirren und wählt wieder die genau gleichen Politiker, welche das Volk wieder genau gleich belogen haben.

Dann muss man sich überlegen, wessen Interesse vertreten die Politiker? Jeder der die Politik dauernd kritisiert wird wohl zu Recht meinen, dass die Politik die Interessen des Volkes vertreten muss. Denn nur deshalb wurden sie auch vom Volk gewählt. Politiker sind durchschnittliche Menschen und möchten dementsprechend auch ihr materielles Eigentum ausbauen. Deshalb ist zu vermuten, dass ein Austausch von schwarzen Geldkoffern durchaus getätigt wird. Oftmals werden Politikern gute Stellenangebote in Aussicht gestellt, sofern diese dann gemäss ihren Auftraggebern handeln. Dann hat der Lobbyismus auch ein grosser Einfluss auf die Position von Politikern in gewissen Geschäften. Für Aussenstehende ist es leider nicht einfach zu erkennen, wie gross der Anteil an Politiker ist, welche sich anderen Interessen verschrieben haben, als diejenigen des Volkes. Dieser Anteil scheint aber doch relativ gross zu sein, weil man sonst nicht immer über die Politik schimpfen müsste.

Wenn Politiker also sich klar gegen das Volk stellen und sogar Staatsverrat begehen, dann ist diesen Politikern ein gewisses Genie zuzusprechen. Sie schaffen es das Volk so zu belügen, damit sie gewählt werden und zugleich können sie ohne Rücksicht auf die Zerstörung des Staates hinarbeiten, ohne dass die Staatsanwaltschaft aktiv wird und sie strafrechtlich verfolgt.

Wenn man also Politiker als unfähig bezeichnet, dann muss dies also überhaupt nicht der Fall sein. Es kann auch einfach sein, dass diese Politiker vorsätzlich nicht die richtige Lösung wählen, oder vorsätzlich versuchen den Staat zu schädigen, weil sie gewisse andere Interessen verfolgen. Unter diesem Aspekt scheint die Unfähigkeit nur nach aussen zu wirken, vermutlich eben in der Hoffnung, oder der Erwartung, dass die Politik sich immer nur um das Wohl der Bürger kümmert. Dies ist aber leider einfach nicht der Fall. Wenn ein Politiker offensichtlich das Gegenteil anstrebt, welches zur Schädigung des Staates führen kann, dann tut dieser dies nicht aus Idiotie, sondern aus direktem Vorsatz!

Wer ist nun der Idiot?
  • Der Politiker, welcher geschickt das Volk belügt, um andere Interessen zu wahren und unter Umständen gegen das eigene Volk zu handeln.
  • Oder der Wähler, welcher auf diese Lügen hereinfällt und der ganze Mist als Idiotie bezeichnet, und nicht erkennt, dass die Politiker ihn auf der ganzen Länge nur verarschen und zugleich vorsätzlich gegen den Staat handeln. Wobei dieser Wähler dann sogar noch bereit ist, für jede Amtsperiode die gleichen Politiker zu wählen, statt diese konsequent nicht zu wählen.
    Der Wähler wählt also genau die Politiker, über die er die ganze Zeit schimpft und bezeichnet diese als Idioten, statt selber andere Politiker oder Parteien zu wählen.

 

F.J.D.

20. Oktober 2014 / denkendermensch

Fremde Gerichtsbarkeit

Die EU möchte, dass die Schweiz sich ihrem Gerichtshof unterstellt. Dies sollte vor allem dazu dienen, um Streitigkeiten zwischen den beiden Staaten zu lösen. Ganz auf den ersten Blick könnte dies durchaus Sinn ergeben, das ist aber das Einzige was Sinn daran macht. Der markanteste Makel wird in der Politik thematisiert. Es ist ein EU-Gericht und die Schweiz sollte sich diesem unterordnen. Also zunächst ist dies ein fremdes Gericht, dass ist keiner Weise von der Schweiz, auch nur teilweise, besetzt ist. Und dann kommt aber noch dazu, dass dies ein Gericht der EU ist, also es ist das Gericht einer Streitpartei! Eine prozessuale Befangenheit oder mindestens eine Bevorzugung einer Partei kann vermutet werden. Ein neutrales Gericht muss aber von den Parteien verschieden sein. Bei Streiten zwischen Staaten kann nicht einer der beteiligten Staaten richten. Man würde sich da sozusagen der Willkür des anderen unterordnen. Von Rechtsstaatlichkeit kann man hier nicht sprechen.

Dazu kommt dann das Gericht als Staatsgewalt aus der Gewaltenteilung. Aus einem nicht allzu strengen Auge betrachtet, ist die Schweiz eine Demokratie, das bedeutet, dass das Volk die oberste Staatsgewalt ist. Vertreten ist das Volk direkt durch die Legislative, wobei das Volk selber die Möglichkeit hat, sich in die Verfassungs- und Gesetzgebung einzumischen. Das Volk muss also mindestens konkludent den Gesetzen zustimmen, oder sonst dagegen handeln. In der Verfassung selber ist verankert, dass eben genau diese Gesetze für die Gerichte massgebend sind. Also das Gericht urteilt nach den Gesetzen, die durch die direkten Volksvertreter erstellt wurden.

Ausserdem wird das Gericht eben auch genau durch diese direkten Volksvertreter gewählt. Das Volk, welches dem Gericht unterstellt ist, hat also mindestens mittelbaren Einfluss auf die Besetzung der Gerichte.

Um es jetzt auf internationaler Ebene zu betrachten, dann kann eben nicht die Legislative die massgebenden rechtlichen Grundlagen schaffen. Ebenso kann diese nicht bestimmen, wer richtet. Es fehlt klar die demokratische Legitimität sowohl bei der Erstellung der Rechtsquellen, wie auch bei der Wahl der Richter. Beides kann eben nicht mehr direkt auf den Willen des Volkes zurückgeführt werden. Dies ist eine klare Verletzung der Volkssouveränität!

Diese demokratischen Grundsätze dürfen unter keinen Umständen verletzt, respektive aufgegeben werden. Materiell-rechtliche Abkommen sind vergleichsweise unbedeutend, wenn es um die Erhaltung der Demokratie, gar der Souveränität geht. Die höchsten Werte eines souveränen demokratischen Rechtsstaates sollten mindestens den gleichen Stellenwert wie die Kerngehalte von Grundrechten haben.

 

F.J.D.

27. Juli 2014 / denkendermensch

Plurale Scheinwelten

Man denkt man lebt in einer Welt. Von dieser Welt hat man ein Bild. Man glaubt diese Welt zu verstehen. Man glaubt zu wissen, warum etwas passiert oder warum etwas so ist. Das ist eine einfache gewöhnliche Wahrnehmung der Welt. Doch was passiert, wenn man plötzlich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Welt gar nicht so ist, wie man geglaubt hat, dass sie sei? Das Vorgehen scheint einfach. Man realisiert, dass man in einer Scheinwelt gelebt hat, und entwickelt ein neues Weltbild aufgrund der neuen Erkenntnisse. Oftmals verurteilt man dann die anderen Menschen, weil sie einfach nicht verstehen, dass sie in einer Scheinwelt leben. Es sei viel zu offensichtlich, als dass man diesen Schein nicht erkennen könnte. Zugleich überlegt man sich aber nicht, ob die Welt nach den aktuellsten Erkenntnissen tatsächlich so ist, oder ob man selbst mit diesem neuen Weltbild wieder nur in einer Scheinwelt lebt. Was ist, wenn man dann auch diese Scheinwelt erkennt? Kommt man dann in die nächste Scheinwelt, und später wieder ein eine Nächste? Oder gibt es irgendwann einen Punkt, von dem man in die wahre Welt kommt? Gibt es dann überhaupt eine wahre Welt, oder ist jede menschliche Welt, wegen der beschränkten menschlichen Wahrnehmungen, eine Scheinwelt? Gibt es kollektive Scheinwelten, oder hat jeder Mensch eine eigene Scheinwelt? Könnte man dieses Phänomen der pluralen Scheinwelten auch einfach mit Platon abkürzen? Ist jede erkannte Scheinwelt nur ein Höhlenabschnitt, welchen man hinter sich gelassen hat?

 

F.J.D.

1. Juli 2014 / denkendermensch

Die Verlorene Würde

Die Menschenwürde ist ein philosophisches Konzept, dass mindestens auf Kant, wenn nicht weiter zurückgeführt werden kann. Heute ist sie Bestandteil vieler Verfassungen und doch scheint sie kaum irgendwo auch gewahrt zu sein. „Der Mensch soll nie nur Mittel, sondern auch Zweck sein.“ Dies sei wohl eine der wichtigsten Aussagen zur Würde. Der Mensch soll stets Zweck sein. Der Mensch soll im Vordergrund sein und eine Handlung soll für den Menschen gemacht werden. Der Mensch darf nicht, zu einem Objekt oder blossen Mittel, herabgewürdigt werden. Der Mensch soll und muss als Menschen behandelt werden. Jeglichen unmenschlichen Umgang soll verboten werden.

Es ist klar zu erwähnen, dass die Menschenwürde zu den undefiniertesten Begriffen gehört die wir kennen. Aber zugleich ist es ein gesellschaftliches Grundprinzip, vielmehr ein verfassungsmässiges Grundrecht, sogar eines der wichtigsten Rechte, wenn nicht das Wichtigste. Es ist wirklich der grosse Minimalstandard wie man mit anderen Menschen umgehen soll.

Und doch schaut man sich die Welt an, so scheint die Menschenwürde doch nur eine Theorie zu sein, die zwar auf dem Blatt steht, aber in der Praxis nicht beachtet wird. Der Mensch in der heutigen Gesellschaft ist oftmals bereits zu einem Objekt reduziert worden. Der einzelne Mensch ist heute nicht mehr wirklich wichtig. Es stellt sich die Frage ob die Menschenwürde jemals mehr, als das was sie heute ist, war. Es mag in der Geschichte einzelne Momente gegeben haben, in denen die Menschenwürde wenigstens ein wenig oder kurzfristig geachtet wurde, aber wer kennt schon die wahre Geschichte? Relevant wird es ja erst in der Neuzeit, wo dieses Prinzip auch als Grundrecht aufgenommen wurde. Es ist strittig, ob die Menschenwürde überhaupt jemals gegolten hat. Denn bis anhin war, und ist der Mensch ein Mittel der Wirtschaft, dass während der Arbeitszeit verbraucht wurde, um Gewinn zu erzielen oder Wirtschaftswachstum zu generieren. Es lässt sich hier aber auch einen Zweck erkennen, der auf die eigene Versorgung abzielt. Ob man dies aber als genügenden Zweck bezeichnen will, sei jedem selber überlassen.

Einmal angenommen, dass damit die Würde auch weiterhin erhalten bleibt, so schaffen es die gesellschaftlichen Entwicklungen diese dann doch aufzuheben. Im Internetzeitalter gibt es im Internet Unmengen an Daten über den einzelnen Menschen. Diese werden oft unbewusst und/oder gegen den Willen an Dritten weitergegeben, die damit Gewinn erzielen. Die Daten, die Fakten, das Wissen zu einem Menschen, ist ein Teil des Menschen. Ein Mensch ohne seine eigenen Daten ist kein Mensch. Mindestens hier scheint die Würde schutzlos ausgeliefert, wenn man sich nicht selber umständlich schützt. Aber das ist ja nicht alles. Die Überwachung des ganzen Lebens wird stetig intensiviert. Auch hier wird der Mensch zu einem Mittel für Scheinsicherheit, denn Sicherheit, was vielleicht ein Zweck sein könnte, gibt es dadurch nicht. Dann will der Staat jedem Bürger eine individuelle Nummer zuordnen, mit welcher der Bürger in jeglicher staatlichen Datenbank eingetragen ist. Der Mensch wird für den gesamten Staat zu einer einfachen Nummer, zu einem einfachen Objekt. Der Mensch spielt keine Rolle mehr, der Mensch hat keinen Namen mehr, der Mensch unterscheidet sich nur noch durch die Nummer. Und als diese wird er nur noch wahrgenommen. Eine einfache Datenbank-ID, mehr bleibt vom Menschen nicht übrig. Und zugleich sind mit dieser ID alle Daten zum Menschen verbunden. Jeder Mensch wird zum gläsernen Objekt eines, wie es aussieht, Überwachungsstaats. Spätestens jetzt, wenn man noch immer von einer vorhandenen Menschenwürde ausgehen würde, wäre diese endgültig inexistent. Und nicht zu vergessen, das Nachfolgeprodukt mit einem hübschen Chip in Körper mit Ortungsfunktion und vielem anderen wartet bereits.

Der Überwachungsstaat kommt und die Menschenwürde geht verloren, wenn man davon ausgeht, dass sie tatsächlich einmal da war.

 

F.J.D.